ORGEL KLINGA
 
  Dorfkirche Klinga
  ORGEL
  Geschichte der Orgel
 
 
 
  Kirche Klinga, Orgel Christian Schmidt 1744. Aufnahme aus dem Jahre 1939. Nachlass Paul Rubardt

Kirche Klinga, Orgel Christian Schmidt 1744. Aufnahme aus dem Jahre 1939. Nachlass Paul Rubardt

Bachmann 1932

Foto: Ralf Saupe (2010)
1743   Der Contract zum Bau der Orgel wird am 2. August 1743 zwischen dem Kirchen Patroni, der Herrschaft zu Pomßen, der Kirchgemeinde Klinga und dem Orgelbauer und Bürgermeister Christian Schmidt aus Taucha bei Leipzig abgeschlossen. Es wird für den Orgelneubau die Summe von 155 Talern vereinbart, die zwischen 1743 und 1747 an Christian Schmidt gezahlt werden.
Die tatsächlichen Kosten lagen mindestens noch weitere 18 Taler über dem vereinbarten Betrag.
     
1743/44   Christian Schmidt aus Taucha (bei Leipzig) erbaut das einmanualige Instrument mit Pedal und mechanischen Schleifladen
     
1744   Am 5. Sonntag nach Trinitatis (= 5. Juli 1744): Orgelweihe
     
    Die Orgel ist mit dem Wappen des Patronats derer von Ponickau in Pomßen bekrönt.
     
1752   Johann Ephraim Hübner repariert die Orgel in der Dorfkirche zu Klinga und erhält dafür 55 Taler
     
1799   Reparatur der Orgel durch Johann George Friedlieb Zöllner (Wermsdorf); Gesamtkosten: 160 Taler
     
1844   Reparatur der Orgel durch Wilhelm Hellermann (Bad Lauchstädt); Hellermann gibt zwanzig Jahre Garantie für seine Arbeit.
     
1855   "Kostenanschlag zur Reparatur und Verbesserung der Orgel in der Kirche zu Klinga, von Wilhelm Hellermann, Querfurt den 23ten Octr. 1855". Es erfolgt eine klangliche Umgestaltung. Hellermann geht 1844 noch sehr behutsam mit der überlieferten Disposition um, reduziert dann aber 1855 die Manualdisposition auf 8 Register, um unter anderem einen Bordun 16' (ab c) auf der Windlade unterzubringen.
     
1876   Reparatur der Orgel durch Nicolaus Schrickel & Sohn (Eilenburg); Kosten: 292 Taler
     
1917   Abgabe der Prospektpfeifen
     
1942   Nachdem Pläne für einen Neubau einer zweimanualigen pneumatischen Orgel abgelehnt wurden, wird die Orgel 1942 durch die Orgelbauanstalt Alfred Schmeisser (Rochlitz) um etwa 75 cm nach hinten versetzt, um dem Kirchenchor mehr Platz auf der Orgelempore zu gewähren. Dabei werden die beiden Pedalwindladen links und rechts hinter unschönen Verkleidungen aufgestellt. Angeregt durch die Orgelbewegung, versucht man wieder dem ursprünglichen Klangcharakter nahe zu kommen, was aber leider nicht überzeugend gelungen ist. Die Orgel erhält einen neuen Magazinbalg und einen elektrischen Winderzeuger.
     
1961   Hermann Lahmann (Leipzig): Ein Zimbelstern mit vier Glöckchen, den es bis dahin nicht gab, wird eingebaut.
     
     
    Literatur:
     
    Schulze 1898; Oehme 1996; Dähnert 1980; Gernhardt 2011; Hackel/Pape 2012; Michel 2015
     
    Fotos: Aufnahmen aus dem Jahre 1939 (Nachlass Paul Rubardt); Bachmann 1932; Ralf Saupe (2010)
     
     
     
 
 
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