Gitarre
Matteo Sellas, Venedig, um 1630 (nur Hals und Wirbelbrett)
Sign.: "Matheo Sellas. / alla Corona In Venetia." (Gravur in einem Elfenbeinschild auf dem Wirbelbrett); neben dem Namen ist ein Krone eingraviert (Markenzeichen von Sellas)
Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig, Inv.-Nr. 532
532 r 532 s 532 v
Mensur: 483 (Halsmensur 159); 5 Doppelchöre (5 x 2 Saiten); unterständige Befestigung; möglicherweise Metallsaiten; 10 Bünde, Messing
Decke Fichte; Korpus Jacaranda; Boden 23 Späne, Zargen 8 Späne; Elfenbeinadern; vierstöckige Rosette; Hals Jacaranda mit Einlagen aus Elfenbein; Griffbrett mit 2 gravierten Einlagen aus Elfenbein
Gesamtlänge: 813; Korpuslänge: 464; max. Korpusbreite (Unterbügel): 264,5 bei 94 Kl; max. Korpusbreite (Oberbügel): 205 bei 388 Kl; min. Korpusbreite: 188 bei 286 Kl; Zargenhöhe: 67 .... 98 .... 60 ... 78; Schallochdurchmesser: 87 bei 307; Steg bei 142,5
Nach Kinsky (1912, 139) könnte die Stimmung bei einer Mensur von "48½ cm" eine Quarte höher als die Normalstimmung gewesen sein.
Bundabstände:
Bund in mm in Cent
B1 27,1 100,0
B2 55,3 210,5
B3 81,7 320,8
B4 105,1 424,8
B5 127,9 532,6
B6 148,9 638,1
B7 168,6 743,3
B8 186,5 844,8
B9 202,3 939,6
B10 216,8 1031,4  
532 Griffbrett Von dem berühmten venezianischen Instrumentenmacher Matteo Sellas stammen wahrscheinlich nur Hals und Wirbelkasten, vielleicht auch das Korpus. Die Decke und auch die Rosette sind nicht original.
Inv.-Nr. 532: Griffbrett
Herkunft Sammlung Kraus, Florenz
Frühester Nachweis Kraus 1901
Literaturnachweise Kraus 1901, 18, Nr. 499; Kinsky 1912, 139, 265; Kinsky 1913, 87; Heyde 1986, 108ff.; Michel 1997, 107
Abbildungsnachweise Kinsky 1912, 137 u. 267 (Nachbildung der Gravur); Heyde 1986, Taf. 25 (Gravuren am Wirbelbrett); Michel 1997, 108
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